Unser Team

VORSTAND

Katharina Weingartner, Regisseurin, Produzentin

Persönlich kannte ich die Malaria Prophylaxe mit Artemisia-Tee schon seit dem Dreh zu Sneaker Stories in Ghana 2004. Aber erst bei Recherchen in Ostafrika wurde uns klar, dass es in unserem Film nur um die halbe Million Menschen gehen kann, die jeden Tag, jede Minute, Jahr für Jahr immer noch an Malaria sterben. Warum? Und wofür? Wer profitiert von dieser Tragödie? Ein integrativer Ansatz, der lokale Forschung und Medikamentenproduktion fördert und Investitionen in eine Basis-Gesundheitsversorgung statt in westliche High-Tech-Forschung wäre wohl der beste Weg – die Erforschung lokaler Malariakräuter z.B. Artemisia afra oder Vernonia. Kinder unter fünf mussten früher überall in der Regenzeit mehrmals pro Woche bittere Tees trinken – erst unsere Missionare haben das verteufelt, verboten, die Frauen und ihre klugen Methoden verdrängt und ihnen westliche Chemie verkauft. Wenn diese Medizin die Kranken wenigstens erreichen würde und leistbar wäre! Solange so viele Menschen sterben, kann man nur von einem Totalversagen der westlichen Methoden sprechen. Mit unserer Kampagne „Fight the Fever“ wollen wir helfen etwas zu verändern: Malaria kann nur von Afrikaner*innen in die Knie gezwungen werden. Und hauptsächlich von Frauen. Unterstützen wir sie dabei!

Weina Zhao, Filmemacherin
Stellen Sie sich vor, in Europa stirbt jedes Jahr eine halbe Million Kinder an einer Krankheit, die tatsächlich behandelbar wäre – mit einem Kraut, das jeder selbst in seinen Hinterhöfen anpflanzen kann. Die WHO empfiehlt jedoch jedem Staat in der EU, das Wissen und die Verwendung dieses Heilkrauts zu verbieten, um den Pharmaunternehmen ihre Gewinne aus dem Verkauf ihrer fehlerhaften Medikamente gegen diese Krankheit zu garantieren.Klingt empörend und absolut unmöglich? Tauschen Sie jetzt das Wort „Europa“ gegen „Afrika“ aus und Sie erhalten die Realität dessen, was seit mehr als einem Jahrzehnt in Afrika mit Malaria gang und gäbe ist. Aber weil es in Afrika passiert, schert sich niemand darum. 500.000 ist nur eine abstrakte Zahl, eine langweilige Statistik. Keine Menschenleben, die hätten gerettet werden können! Keine Babys, die Jahr für Jahr sterben. Es ist an der Zeit, dieser brutalen Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen und unsere eigene Unwissenheit und Untätigkeit in Frage zu stellen. Wenn jede/r von uns spricht, können wir nicht alle zum Schweigen gebracht werden.

Mireille Ngosso, Medizinerin und Gemeinderätin in Wien
Ich unterstütze den Verein/die Initiative „Fight the Fever“, weil neokoloniale Interessen auch die Bekämpfung von Malaria bestimmen. Die örtlich wachsende Artemisia-Pflanze bekämpft die Malariainfektion nachweislich effektiv. Jedoch verhindern Pharmakonzerne und die WHO eine nachhaltige Forschung und Behandlung. Inzwischen verdienen sie Milliarden mit der Krankheit. Die Seuche ist zum Geschäft für den Westen geworden. Dagegen will ich mich einsetzen und die Öffentlichkeit informieren.

Natascha Gertlbauer, Koordinatorin Fight The Fever und Kamerafrau
Noch immer herrschende Relikte des Kolonialismus in Afrika müssen aufgeklärt werden und ein Ende finden. Dieses System gehört aufgebrochen, genauso wie die scheinbar alternativlose Abhängigkeit Malariakranker von Pharmakonzernen. Mit Fight the Fever geben wir Anstoß zur alternativen Malariabekämpfung durch nachhaltige und lokale Lösungen.

Wir unterstützen die Menschen vor Ort, sich selbstbestimmt vor Malaria zu schützen und sich von ungerechten Machtverhältnissen zu befreien.

BEIRAT

Simon INOU, Journalist und Aktivist
Weil der Film die Heuchelei westlicher Pharmaunternehmen und ihrer befreundeten Institutionen im Kampf gegen Malaria zeigt, sich aber auch auf den entkolonialisierten Aspekt der endogenen Kräfte Afrikas konzentriert.

Als ehemaliger Malariapatient unterstütze ich „Fight the Fever“, weil ich fest davon überzeugt bin, dass die Afrikaner endlich die Lösung für Malaria in ihren Händen haben. Es ist Zeit zu handeln und westlichen Pharmaunternehmen nicht länger zu erlauben, uns auszunutzen.

Dr. Jérôme Munyangi, leitender Forscher
Der Kampf gegen Malaria in Afrika muss lokale therapeutische Werte integrieren. Die Förderung von Artemisia in Afrika kann dazu beitragen, die Malaria-Mortalität zu senken.

Hans Herren, Entomologe und Träger des Alternativen Nobelpreises
Als Gast auf diesem Planeten, haben wir Menschen die Pflicht mit der Natur zu arbeiten, Ihre Schätze für das Wohl aller nachhaltig zu benutzen. Dies gilt sowohl wie wir uns ernähren wie auch pflegen, und vor allem Krankheiten vorbeugen. Bei Malaria, gilt es besonders, da die Natur uns Artemisia und andere Heilpflanzen zu verfügung stellt. Fight the Fever’s Mission ist genau was nötig ist um den Malaria Skandal zu beenden. Kein einziges Kind sollte Heute an malaria sterben und ich bin geehrt dem Fight the Fever Beirat teilzunehmen.

Hans Herren
Pierre Lutgen, Chemiker Wir teilen den Ansatz des Films Das Fieber. Wir wollen den afrikanischen Ärzt*innen und Forscher*innen helfen, unabhängig von der neokolonialen Medizin zu werden, zum Wohle der Bevölkerung. Unsere NGO  https://www.iwerliewen.org/ ist seit 15 Jahren in diesem Kampf engagiert.
Pascal Gysenia, Pharmakologe

Ich bin froh, Teil dieses prestigeträchtigen Kampfes zu sein. Mein Traum ist es, dass die Afrikaner nach sechs Jahrhunderten Kolonialisierung und 60 Jahren so genannter Unabhängigkeit mit Hilfe einer Handvoll Menschen guten Willens für sich selbst sorgen können.

Pascal

Felix Kofler, Architekt und Aktivist